{"id":2961,"date":"2024-08-01T13:46:13","date_gmt":"2024-08-01T11:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/dorotheeamelung.com\/?p=2961"},"modified":"2024-09-22T15:31:15","modified_gmt":"2024-09-22T13:31:15","slug":"freiheit-muss-man-erstmal-lernen-meine-learnings-auf-einem-spirituellen-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dorotheeamelung.com\/en\/freiheit-muss-man-erstmal-lernen-meine-learnings-auf-einem-spirituellen-weg\/","title":{"rendered":"Freedom must be (l)earned: My learnings on a spiritual path"},"content":{"rendered":"<p>Das hier ist mein eigener Beitrag zur Blogparade <a href=\"https:\/\/dorotheeamelung.com\/blogparade-was-ich-auf-meinem-spirituellen-weg-ueber-mich-selbst-gelernt-habe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>Was ich auf meinem spirituellen Weg \u00fcber mich selbst gelernt habe<\/em><\/strong>.<\/a> Dort lade ich dich ein, noch bis zum 1. September auch deine Geschichte zu erz\u00e4hlen. Vielleicht kannst du dich ja sogar in meinen Erfahrungen irgendwo wiederfinden?<\/p>\n<p>Zu jedem Learning geh\u00f6rt nat\u00fcrlich erstmal die Erkenntnis, dass man etwas <em>nicht<\/em> kann, macht oder verk\u00f6rpert. Was ich ganz sicher nicht verk\u00f6rpert habe? Freiheit. Ich habe mich nicht frei gef\u00fchlt, ich selbst zu sein. Mich auszudr\u00fccken. Zu sagen, was ich m\u00f6chte. Zu machen, was ich m\u00f6chte. Zu sein, wie ich m\u00f6chte. Wer ich wirklich bin. Gleichzeitig war mir das fr\u00fcher aber \u00fcberhaupt nicht klar.<\/p>\n<p>Heute wei\u00df ich, dass Freiheit zu der Essenz geh\u00f6rt, die mich ausmacht und das Gef\u00fchl, das in meinem Leben Berge versetzen kann. Doch das war nicht immer so.<\/p>\n<p>Eigentlich hat mich n\u00e4mlich \u00fcberhaupt nichts eingeschr\u00e4nkt \u2013 ich sa\u00df ja nicht im Gef\u00e4ngnis. Niemand hat mich irgendwie gefangen gehalten oder kontrolliert. Also warum h\u00e4tte ich nicht frei sein sollen?<\/p>\n<h3 id=\"t-1722512080862\"><strong>Wie dr\u00fcckt man sich aus, wenn die Harmonie \u00fcber allem steht?<\/strong><\/h3>\n<p>Ich bin witzigerweise zum Teil in einem Land aufgewachsen, in dem einem freien Selbstausdruck Grenzen gesetzt sind \u2013 zumindest in der urspr\u00fcnglichen Kultur und aus westlicher Sicht. Japan ist eine kollektivistische Kultur, das hei\u00dft, das Wohl der Gruppe steht \u00fcber dem des Einzelnen. Die Harmonie der Gruppe wird nicht einfach so gest\u00f6rt. Das hei\u00dft, einzelne Bed\u00fcrfnisse, sich auszudr\u00fccken, k\u00f6nnen da schonmal unter den Tisch fallen.<\/p>\n<p>Eine japanische Freundin erz\u00e4hlte mir zum Beispiel mal von ihren Schwierigkeiten damit, den \u00c4rger \u00fcber eine Ungerechtigkeit herunterschlucken zu m\u00fcssen, der ihr in ihrer Firma widerfahren war. Ihr \u00c4rger war aus westlicher und auch japanischer Sicht absolut gerechtfertigt, aber ihr wurde sehr deutlich davon abgeraten, ihn auszudr\u00fccken \u2013 um die Harmonie des Teams nicht zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Mir selbst ist das auch schon einmal passiert: Ich musste meinen \u00c4rger auf eine Freundin herunterschlucken, weil wir in Thailand in einer Gruppe unterwegs waren und mich eine Thail\u00e4nderin deutlich darauf hinwies, dass ich meinen \u00c4rger im Interesse der Gruppe bitte nicht zeigen d\u00fcrfe. Das hat sich furchtbar angef\u00fchlt. Und lie\u00df nat\u00fcrlich \u00fcberhaupt keine Kl\u00e4rung mit meiner Freundin zu.<\/p>\n<p>Zumal ich ja damals gerade <em>nicht<\/em> der Typ \u201efreier Selbstausdruck\u201c war: ich war alles andere als ein wandelndes Pulverfass, das anderen einfach ungefiltert meine Launen entgegenschleuderte \u2013 meiner Meinung nach war ich also schon wirklich am Limit, dass ich \u00fcberhaupt so viel Wut gesp\u00fcrt habe. Und die wollte ich in dem Moment auch verdammt nochmal ausdr\u00fccken!<\/p>\n<p>\u00dcbrigens will ich damit nicht sagen, dass es irgendwie erstrebenswert ist, ein wandelndes Pulverfass zu sein. Anderen ungefiltert die eigenen Launen entgegenzuschleudern ist f\u00fcr mich auch nicht wirklich Freiheit. Aber dazu komme ich sp\u00e4ter noch.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon, ob das jetzt richtig oder falsch gewesen w\u00e4re, meiner Wut in dem Moment Ausdruck zu verleihen, war es ja nicht erw\u00fcnscht. Und das f\u00fchlte sich furchtbar an.<\/p>\n<h3 id=\"t-1722512080863\"><strong>Sich anpassen und dazugeh\u00f6ren<\/strong><\/h3>\n<p>Nun habe ich nie in einer japanischen Firma gearbeitet. Aber auch die deutsche Auslandsschule, die ich in meiner Zeit in Japan besucht habe, hatte ihre eigene Kultur. Es hatte ein bisschen was von amerikanischen High-School-Filmen mit den \u201eCoolen\u201c, den \u201eLosern\u201c, dem, was wichtig war. Sportlichkeit und gutes Aussehen zum Beispiel, innere Werte nicht ganz so. Druck und Essst\u00f6rungen waren so verbreitet, dass sogar Experten zu dem Thema aus Deutschland eingeflogen wurden, um Workshops mit allen Klassen zu machen. In so einer kleinen Community, in der jeder jeden kannte und vor allen Dingen auch wusste, was die Eltern machten, herrschte durchaus Konformit\u00e4ts- und Leistungsdruck. Kein Ort, an dem man den freien Selbstausdruck lernt. Oder herausfindet, wer man wirklich ist.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat mich diese Zeit gepr\u00e4gt. Durch diese und andere Pr\u00e4gungen in meiner Kindheit und Jugend habe ich irgendwie verlernt, frei zu sein. Und ehrlicherweise kenne ich wenige Menschen, die sich wirklich innerlich frei f\u00fchlen. Frei davon, irgendwelchen Erwartungen entsprechen zu m\u00fcssen, bestimmte Dinge im Leben erreichen zu m\u00fcssen, ein bestimmtes Aussehen zu haben, oder ein bestimmtes Bankkonto. Irgendeine Sicherheit im Au\u00dfen erreichen zu m\u00fcssen, oder das, was man daf\u00fcr h\u00e4lt. Eine Position vielleicht, eine eigene Wohnung, eine Beziehung. Die Liste ist ja endlos.<\/p>\n<p>Und auch hier m\u00f6chte ich \u00fcberhaupt nicht sagen, dass das alles falsch ist oder man nur frei w\u00e4re, wenn man nichts davon mehr braucht oder erreichen will. Oder v\u00f6llig unabh\u00e4ngig ist davon, was irgendjemand anders m\u00f6chte. Aber wie sehr lassen wir uns von diesen Dingen so eingrenzen, dass wir uns selbst verlieren? Wo machen wir nicht einfach nur mal einen Kompromiss, sondern geben uns gleich ganz auf? Und schlimmer noch: merken das nicht einmal, weil wir v\u00f6llig vergessen haben, wer wir sind und was wir eigentlich wollen?<\/p>\n<h3 id=\"t-1722512080864\"><strong>Wer bin ich und wie f\u00fchlt sich das an?<\/strong><\/h3>\n<p>F\u00fcr mich hat sich diese Selbstaufgabe immer unfrei angef\u00fchlt. Aber ich h\u00e4tte das gar nicht so in Worte fassen k\u00f6nnen. Da war nur so ein Unwohlsein. So ein Gef\u00fchl, wie erstarrt zu sein. Keinen guten Zugang zu meinen Gef\u00fchlen zu haben, geschweige denn, diese ausdr\u00fccken zu k\u00f6nnen. Wenn mich in meinem Psychologiestudium mal jemand gefragt hat, wie es mir geht, habe ich das gar nicht wirklich beantworten k\u00f6nnen. Und Psychologen meinen diese Frage wirklich ernst! \ud83d\ude09Vielleicht zum Gl\u00fcck \u2013 mir ist das damals dann nur aufgefallen, weil es Freunde eben wirklich wissen wollten.<\/p>\n<p>Ich konnte mich also weder ausdr\u00fccken, noch wusste ich, wer ich bin, oder was mir wichtig ist. Das f\u00fchlte sich an, wie in einem ewigen \u201eFreeze\u201c-Zustand gefangen zu sein, wie der sprichw\u00f6rtliche Esel, der zwischen Wasser- und Futtertrog verhungert und verdurstet, weil er nicht wei\u00df, in welche Richtung er rennen soll.<\/p>\n<p>Menschen, die sich mit der Arbeit am Nervensystem auskennen, erkennen jetzt wahrscheinlich sofort, dass dieses Gef\u00fchl sehr viel mit dem Nervensystem zu tun hat und damit, wie sicher man sich generell f\u00fchlt. Ich habe mich mal so gar nicht sicher genug gef\u00fchlt, ich selbst zu sein und &#8211; Gott bewahre! &#8211; das auch noch allen zu zeigen.<\/p>\n<h3 id=\"t-1722512080865\"><strong>Keine Freiheit ohne (das Gef\u00fchl von) Sicherheit<\/strong><\/h3>\n<p>Sicherheit herzustellen war f\u00fcr mich also sehr wichtig, ohne dass ich das damals wusste. Ich habe viele Jahre lang schrittweise f\u00fcr mich Heilung in Ahnenthemen und -traumata reingebracht, die wie innere Begrenzungen gewirkt haben (zuletzt zum Beispiel auf einem Retreat im M\u00e4rz 2024, \u00fcber das ich <a href=\"https:\/\/dorotheeamelung.com\/remembering-community\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>hier<\/em><\/strong><\/a><strong><em>&nbsp;<\/em><\/strong>berichtet habe). Durch diese Dinge habe ich mehr innere Sicherheit gewonnen. Und ich habe irgendwann begriffen, dass diese innere Sicherheit Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass ich mit Freiheit \u00fcberhaupt etwas anfangen kann.<\/p>\n<p>Interessant ist, dass ich auch erst viele Jahre sp\u00e4ter verstanden habe, dass es f\u00fcr mich auf meinem Weg um Freiheit ging. Nicht, weil ich irgendwann aufgewacht bin und mir \u00fcberlegt habe, <em>oh, ich habe das Gef\u00fchl, dass ich unfrei bin<\/em>. Sondern weil ich schrittweise im Innern die Sicherheit aufgebaut habe, die ich gebraucht habe, um wieder ein kleines Schrittchen mehr in meine Freiheit zu gehen. Ich habe also in diesen kleinen Schritten immer wieder meine Komfortzone verlassen, und dabei die Erfahrung machen d\u00fcrfen, dass sich das unbeschreiblich befreiend anf\u00fchlt, einfach mal rauszulassen, wie man sich f\u00fchlt oder was man wirklich sagen wollte.<\/p>\n<p>Vielleicht geh\u00f6rte es auch deswegen zu meinem Weg, dass ich in Schule und Studium gern Theater gespielt habe. In andere Rollen schl\u00fcpfen zu d\u00fcrfen gibt einem ja so eine Art \u201esicheren Rahmen\u201c, in dem man sich in diesen Rollen ausprobieren kann. F\u00fcr eine Rolle durfte ich mich mal in eine Art Nervenzusammenbruch hineinsteigern und dann verbal alles kurz und klein hauen. Herrlich!<\/p>\n<p>Nach einer Probe, in der ich mich mal wieder so verausgaben durfte, sagte einer meiner Mitschauspieler leicht geschockt zu mir: \u201eAlso, Doro, das Wort \u201eFotze\u201c aus <em>deinem <\/em>Mund!\u201c Der Kontrast zu meinem Alltagsselbst war nat\u00fcrlich offensichtlich. Das Wort kann ich \u00fcbrigens \u00fcberhaupt nicht leiden und w\u00fcrde es im realen Leben nie benutzen.&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe also immer wieder Dinge gemacht, die au\u00dferhalb meiner Komfortzone waren \u2013 Theater spielen zum Beispiel, Vortr\u00e4ge halten, Gruppen anleiten, ohne Business-Hintergrund bei einem Business Case Contest in Kanada mitmachen, ein Rugby-Training mitmachen, mich selbst\u00e4ndig machen, mich mit dem Thema Spiritualit\u00e4t zeigen, als Erwachsene noch Ballett oder reiten lernen zu wollen. Aber auch mich mit meinen Fehlern zu zeigen. Nicht perfekt sein zu wollen. Oder zuzugeben, wenn ich mir bei irgendetwas wirklich, wirklich Hilfe holen muss. Und auch dieser Blog geh\u00f6rt dazu.<\/p>\n<p>Psychologen w\u00fcrden vielleicht sagen, dass ich eine 1A-Konfrontationstherapie gemacht habe &#8211; mit mir selbst. Ich habe mich mit meinen eigenen \u00c4ngsten konfrontiert. Nicht, weil ich irgendwie masochistisch veranlagt bin, und Schmerz und Angst ganz toll finde. Sondern einfach, weil ich Begrenzungen hasse. Mich immer frei f\u00fchlen wollte. Und es hat gewirkt.<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-id=\"2095\" width=\"612\" data-init-width=\"2529\" height=\"612\" data-init-height=\"2529\" title=\"Young woman doing yoga\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/dorotheeamelung.com\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/iStock-646520496_.jpg\" data-width=\"612\" data-height=\"612\" style=\"aspect-ratio: auto 2529 \/ 2529;\"><\/span><\/p>\n<h3 id=\"t-1722512080866\"><strong>Der Weg nach Innen<\/strong><\/h3>\n<p>Mein etwas \u201eernsthafterer\u201c spiritueller Weg begann dann so ungef\u00e4hr 2012. Wie sich das angef\u00fchlt hat f\u00fcr mich, kannst du gern <a href=\"https:\/\/dorotheeamelung.com\/about\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>hier<\/em><\/strong><\/a><strong><em>&nbsp;<\/em><\/strong>nachlesen. Auf jeden Fall war es ein einziger Weg heraus aus einem letztlich selbst auferlegten Gef\u00e4ngnis. Und der Weg da hinaus ging bei mir nur \u00fcber den Weg nach Innen, den Weg \u00fcber das Herz. Was meine ich damit? Ich wusste ja nicht, was ich wollte, weil ich so mit dem Au\u00dfen besch\u00e4ftigt war und damit, eine bestimmte Vorstellung von einem gl\u00fccklichen Leben zu erf\u00fcllen, dass ich dar\u00fcber vergessen hatte, das mit meinem Herzen abzukl\u00e4ren und festzustellen, wie ich mich wirklich f\u00fchlte, was ich eigentlich wirklich wollte.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rte, dass ich sehr viel ausprobierte \u2013 hier noch ein neues Projekt, ein neues Thema, ein neues Studium angefangen habe (wie das konkret ausgesehen hat, kannst du gern <a href=\"https:\/\/dorotheeamelung.com\/was-ich-frueher-werden-wollte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>hier<\/em><\/strong><\/a> nachlesen). Die Trial- und-Error-Strategie war f\u00fcr mich nicht die Schlechteste, denn sie hat mir dabei geholfen, mich damit auseinanderzusetzen, wie sich etwas in der realen Umsetzung wirklich anf\u00fchlt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem habe ich so nicht nur wertvolle Erfahrungen gesammelt, sondern auch Zeit gewonnen, Heilung in mein eigenes System zu bringen und mich selbst weiterzuentwickeln. Die innere Sicherheit herzustellen, die ich gebraucht habe, um letztlich zum Beispiel sagen zu k\u00f6nnen, dass ich jetzt mein eigenes Ding mache. Dass ich keinen weiteren Abschluss, keine neue Ausbildung, kein Zertifikat, keine Sicherheit im Au\u00dfen mehr brauche, um meine Aufgabe hier zu erf\u00fcllen und zum Beispiel transformativ mit meinen Klienten arbeiten zu k\u00f6nnen. Der Weg des geringsten Widerstandes sieht allerdings anders aus.<\/p>\n<h3 id=\"t-1722512080867\"><strong>Kein Einhornglitter, aber eine waschechte Initiation<\/strong><\/h3>\n<p>Ich habe auf meinem Weg au\u00dferdem begonnen, mit spirituellen Lehrern zu arbeiten, die mir sicher nicht einfach nur erz\u00e4hlen was ich h\u00f6ren will, sondern mich bis heute immer wieder herausfordern und mir einen Spiegel vorhalten. Ein spiritueller Weg besteht sicherlich nicht (nur) aus Einhornglitter und Regenbogenw\u00f6lkchen. Das habe ich dann unter anderem Ende 2022 erfahren d\u00fcrfen, als ich gesundheitlich richtig Probleme bekommen habe. In der Zeit war ich k\u00f6rperlich immer wieder so eingeschr\u00e4nkt, dass ich Freiheit f\u00fcr mich neu definieren musste. Gleichzeit war das Bed\u00fcrfnis, mich frei ohne Einschr\u00e4nkungen bewegen zu k\u00f6nnen, und auch frei von irgendwelchen Gesundheits\u00e4ngsten, Schmerzen, Untersuchungen, Arztbesuchen und Befunden sein zu k\u00f6nnen, mein gr\u00f6\u00dfter Motivator \u2013 und mein gr\u00f6\u00dfter Lehrmeister.<\/p>\n<p>Meine spirituelle Lehrerin sagte an einem Punkt zu mir, \u201ethere is an initiation of the mind, and there is an initiation of the body.\u201c [\u201eEs gibt die Initiation des Geistes, und es gibt die Initiation des K\u00f6rpers.\u201c]. Offensichtlich war die Initiation des K\u00f6rpers nun \u201edran\u201c. Es war eine absolute Krise des Vertrauens. Und dieses Vertrauen in meinen Seelenplan durfte ich in dieser Zeit entwickeln, genau wie das Durchhalteverm\u00f6gen, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Wie durch ein Wunder ist am Ende keine der vielen schweren Krankheiten, die im Raum standen, diagnostiziert worden, auch wenn ich einiges an Disziplin entwickeln musste, um einige der Symptome in den Griff zu bekommen. Was daraus aber erwachsen ist, ist eine absolute Begeisterung f\u00fcr meine eigene Fitness und meine Bed\u00fcrfnisse und noch viel mehr Commitment f\u00fcr meinen Weg. Mein Motivator? Nat\u00fcrlich Freiheit.<\/p>\n<p>Gleichzeitig aber auch ist das Gegenteil davon bis heute mein gr\u00f6\u00dfter Lehrmeister. Denn auch ich darf Geduld und Vertrauen lernen, wenn ich mit den kleineren oder gr\u00f6\u00dferen Grenzen im Au\u00dfen und Innen konfrontiert werde \u2013 mit einer versp\u00e4teten Bahn zum Beispiel, oder wenn sich jemand nicht so verh\u00e4lt oder sonst irgendetwas nicht so l\u00e4uft, wie ich mir das vorgestellt habe zum Beispiel. Aber auch wenn ich mit meinen eigenen \u00c4ngsten, Glaubenss\u00e4tzen oder Abh\u00e4ngigkeiten konfrontiert werde.<\/p>\n<p>Es gibt so eine Weisheit, die besagt, dass man erst dann wirklich frei sein kann, wenn man bereit ist, die Kontrolle abzugeben. An wen, fragst du dich jetzt vielleicht. Meiner Meinung nach an mein erweitertes Bewusstsein, meine Seele, Spirit. So ist ein ganz gro\u00dfes Learning f\u00fcr mich nach wie vor, hinzuschauen, wo ich immer wieder noch ein kleiner Kontrollfreak bin. Und wie sehr das jeder Form von Freiheit und Wachstum im Wege steht.<\/p>\n<p>Freiheit ist f\u00fcr mich aber auch kein egoistischer Selbstzweck, kein \u201eIch mache jetzt was ich will und k\u00fcmmere mich nicht um die anderen\u201c, sondern sie hat einen Sinn. N\u00e4mlich, dass ich diese Freiheit dazu nutze, etwas zur\u00fcckzugeben. In meinem Fall an diejenigen, die mit mir arbeiten und sich ebenfalls innere und \u00e4u\u00dfere Freiheit erarbeiten wollen. Auch hier auf diesem Blog so frei von meinem Weg zu plaudern ist definitiv nicht Komfortzone und ich tue es nicht in erster Linie, weil ich mich frei f\u00fchlen will. Sondern weil ich damit diejenigen von euch erreichen will, die vielleicht durch \u00e4hnliche Prozesse gehen und die Mut brauchen, und die Idee davon, nicht alleine auf ihrem Weg zu sein.<\/p>\n<h3 id=\"t-1722512080868\"><strong>Wann bin ich wirklich frei?<\/strong><\/h3>\n<p>Woran merke ich heute, wenn ich wirklich frei bin? Ich merke es dann, wenn ich spontan handeln und sprechen kann, nicht strategisch. Nicht, um zum Beispiel bei jemandem eine Reaktion auszul\u00f6sen, gemocht zu werden oder sonst irgendetwas zu erreichen. Sondern einfach aus dem Flow meines erweiterten Bewusstseins heraus. Ohne die innere Zensur meines Egos, das sich dann fragt: wie kommt das jetzt an, was k\u00f6nnte mein Gegen\u00fcber denken oder machen, wie komme ich dann r\u00fcber?<\/p>\n<p>Hei\u00dft das, ich haue jedem unzensiert meine &#8222;Wahrheit&#8220; um die Ohren ohne R\u00fccksicht auf Verluste? Nein. Das auch wieder nicht. Aber statt durch meinen Ego-Filter (\u201ewas k\u00f6nnte der andere denken?\u201c) geht das, was ich sage heute eher durch meinen &#8222;Herzfilter&#8220;. Und der orientiert sich eher an Fragen wie &#8222;Ist es hilfreich, was ich zu sagen habe? Ist es freundlich? Ist es notwendig?&#8220;<\/p>\n<p>Kommen trotzdem manchmal Dinge aus meinem Mund, die mir hinterher leidtun oder mal eine Grenze \u00fcberschreiten? Nat\u00fcrlich! Aber ich bekomme es mit und: I own it! (im besten Fall \ud83d\ude09) Fehler geh\u00f6ren zum freien Selbstausdruck dazu. Und zu jeder Freiheit geh\u00f6rt immer auch Verantwortung. Sonst ist es meiner Meinung nach keine echte Freiheit, da sie diejenige eines anderen einschr\u00e4nkt. Und da wir alle miteinander verbunden sind, k\u00f6nnte das dann auch nicht meine Freiheit sein.<\/p>\n<p>Wenn ich nicht frei bin und folglich zu strategisch rede und handle, gehen so viele Chancen verloren. Ich habe zum Beispiel bemerkt, dass mir die besten Ideen kommen, wenn ich einfach frei und spontan drauflos reden kann \u2013 so komme ich manchmal \u00fcberhaupt erst zu einer L\u00f6sung und rede nicht erst dann, wenn ich die perfekte L\u00f6sung schon gefunden habe. Dazu geh\u00f6rt, dass ich die Angst ablegen muss davor, dass das, was ich sage, nicht schlau oder sinnvoll klingen k\u00f6nnte, unausgegoren ist oder erst einmal in eine Sackgasse f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<h3 id=\"t-1722512080869\"><strong>Von der Freiheit in den Flow \u2013 und warum das eine Chance ist<\/strong><\/h3>\n<p>Auch passiert es mir oft, dass ich im Flow spontan irgendetwas Ungeplantes sage. Und dieses Ungeplante ist dann manchmal genau das, was mein Gegen\u00fcber weiterbringt. Das wei\u00df ich ja oft erst hinterher, was ein hilfreicher Impuls f\u00fcr jemanden sein kann oder was derjenige wirklich gerade braucht. Mein Ego kann das nicht absehen und alles schon vorher berechnen, mein erweitertes Bewusstsein\/Spirit schon.<\/p>\n<p>Oder es passiert mir, dass ich ganz anders in Kontakt komme mit jemandem. Weil ich spontan ganz unerwartete Seiten von mir zeige oder auch einfach nur spontaner Humor im Flow durchkommt, den man ja auch oft nicht so planen kann. Spontanit\u00e4t ist ja generell eher etwas Emotionales und weniger Verkopftes und Kontrolliertes. So macht mir das Leben dann auch viel mehr Spa\u00df, wenn der Flow durch zu viel Strategie und Kontrolle nicht &#8222;abgew\u00fcrgt&#8220; wird \u2013 und letztlich das authentische Selbst \u201edurchkommen\u201c darf.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens ist die Idee vom Flow-Erleben in der Psychologie ziemlich gut erforscht und man wei\u00df, dass er viele total positive Effekte hat, das Ganze mit Kontrolle aber auch sehr wenig zu tun hat. Ich denke, dass Flow sogar eine Art ver\u00e4nderter Bewusstseinszustand ist, da man z.B. wei\u00df, dass sich das Zeiterleben v\u00f6llig ver\u00e4ndern kann. Vielleicht hast du das schonmal erlebt, wenn du so in einer T\u00e4tigkeit aufgegangen bist, dass du dar\u00fcber die Zeit und alles um dich herum v\u00f6llig vergessen hast \u2013 und es pl\u00f6tzlich drau\u00dfen schon dunkel geworden ist und du den ganzen Tag nicht einmal etwas gegessen hast. Das ist Flow. Und ein Zeichen daf\u00fcr, dass du mit deinem wahren Selbst in Kontakt gekommen bist.<\/p>\n<h3 id=\"t-1722512080870\"><strong>Freiheit statt Kontrolle!<\/strong><\/h3>\n<p>Ich glaube, die meisten denken, Freiheit bedeutet, einfach zu machen was man will und wann man es will, ohne R\u00fccksicht auf Verluste. Ich glaube, Freiheit bedeutet viel eher, dem eigenen Ego nicht die Kontrolle zu \u00fcberlassen und stattdessen das eigene wahre Selbst auszudr\u00fccken. Die zu sein, die ich wirklich bin mit meinen Ecken und Kanten. Und ich habe gelernt, dass ich in dem Moment nicht frei bin, wenn mich irgendetwas in meinem nat\u00fcrlichen Flow st\u00f6rt: Wenn mich ein Gedanke davon abh\u00e4lt, etwas zu sagen, was ich eigentlich sagen will. Wenn ich zu strategisch handle. Wenn ich Spontanit\u00e4t nicht mehr zulassen kann, weil irgendwelche Ego-Filter dazwischenkommen, die mir irgendeinen Bullsh*** erz\u00e4hlen, warum ich dieses oder jenes besser nicht tun oder sagen sollte.<\/p>\n<p>Und mein Learning auf meinem spirituellen Weg war, dass diese Freiheit einer meiner gr\u00f6\u00dften Antriebskr\u00e4fte ist. Es motiviert mich so sehr, mich nicht eingesperrt zu f\u00fchlen, dass mich das dazu bringt, Dinge zu tun, die mir eigentlich Angst machen, oder mich \u00dcberwindung kosten w\u00fcrden. Bis heute, denn diese Reise ist ja nicht irgendwann \u201efertig\u201c. Und so ein ganz bisschen glaube ich sogar, dass diese &#8211; innere!- Freiheit zu jedem spirituellen Weg geh\u00f6rt. Vielleicht sogar ihr Zweck ist. Wovon hast du dich vielleicht im Leben schon befreit, wann oder wo hast du dieses Freiheitsgef\u00fchl im Leben? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren \u2013 oder mache <a href=\"https:\/\/dorotheeamelung.com\/blogparade-was-ich-auf-meinem-spirituellen-weg-ueber-mich-selbst-gelernt-habe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>hier<\/em><\/strong><\/a><strong><em>&nbsp;<\/em><\/strong>noch bei meiner Blogparade zum Thema mit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das hier ist mein eigener Beitrag zur Blogparade Was ich auf meinem spirituellen Weg \u00fcber mich selbst gelernt habe. Dort lade ich dich ein, noch bis zum 1. September auch deine Geschichte zu erz\u00e4hlen. Vielleicht kannst du dich ja sogar in meinen Erfahrungen irgendwo wiederfinden? 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September auch deine Geschichte zu erz\u00e4hlen. Vielleicht kannst du dich ja sogar in meinen Erfahrungen irgendwo wiederfinden?<\/p><p>Zu jedem Learning geh\u00f6rt nat\u00fcrlich erstmal die Erkenntnis, dass man etwas <em>nicht<\/em> kann, macht oder verk\u00f6rpert. Was ich ganz sicher nicht verk\u00f6rpert habe? Freiheit. Ich habe mich nicht frei gef\u00fchlt, ich selbst zu sein. Mich auszudr\u00fccken. Zu sagen, was ich m\u00f6chte. Zu machen, was ich m\u00f6chte. Zu sein, wie ich m\u00f6chte. Wer ich wirklich bin. Gleichzeitig war mir das fr\u00fcher aber \u00fcberhaupt nicht klar.<\/p><p>Heute wei\u00df ich, dass Freiheit zu der Essenz geh\u00f6rt, die mich ausmacht und das Gef\u00fchl, das in meinem Leben Berge versetzen kann. Doch das war nicht immer so.<\/p><p>Eigentlich hat mich n\u00e4mlich \u00fcberhaupt nichts eingeschr\u00e4nkt \u2013 ich sa\u00df ja nicht im Gef\u00e4ngnis. Niemand hat mich irgendwie gefangen gehalten oder kontrolliert. Also warum h\u00e4tte ich nicht frei sein sollen?<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc tve-elem-scroll tve-toc-expandable tcb-local-vars-root\" data-columns=\"1\" data-ct=\"toc-60672\" data-transition=\"slide\" data-headers=\"h2,h3,h4\" data-numbering=\"basic\" data-highlight=\"section\" data-ct-name=\"Table of Contents 04\" data-heading-style=\"{&quot;0&quot;:&quot;tve-u-1910dc03ffd&quot;,&quot;1&quot;:&quot;tve-u-1910dc03fff&quot;,&quot;2&quot;:&quot;tve-u-1910dc04001&quot;}\" style=\"\" data-css=\"tve-u-1910dc03ff6\" data-bullet-style=\"{&quot;0&quot;:&quot;tve-u-1739a1b9ec9&quot;,&quot;1&quot;:&quot;tve-u-1739a1ba9d6&quot;,&quot;2&quot;:&quot;tve-u-1739a1bb53c&quot;}\" data-number-style=\"{&quot;0&quot;:&quot;tve-u-1910dc03ffe&quot;,&quot;1&quot;:&quot;tve-u-173dc88e09d&quot;,&quot;2&quot;:&quot;tve-u-173dc88e7b7&quot;}\" data-state-default=\"expanded\" data-animation=\"fade\" data-animation-speed=\"fast\" data-columns-d=\"1\" data-state-default-m=\"collapsed\" 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data-css=\"tve-u-1910dc03fff\" data-element-name=\"Heading Level 2\"><a href=\"#t-1722512080862\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Wie dr\u00fcckt man sich aus, wenn die Harmonie \u00fcber allem steht?<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level1 tve_no_icons\" data-tag=\"H3\" data-css=\"tve-u-1910dc03fff\" data-element-name=\"Heading Level 2\"><a href=\"#t-1722512080863\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Sich anpassen und dazugeh\u00f6ren<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level1 tve_no_icons\" data-tag=\"H3\" data-css=\"tve-u-1910dc03fff\" data-element-name=\"Heading Level 2\"><a href=\"#t-1722512080864\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Wer bin ich und wie f\u00fchlt sich das an?<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level1 tve_no_icons\" data-tag=\"H3\" data-css=\"tve-u-1910dc03fff\" data-element-name=\"Heading Level 2\"><a href=\"#t-1722512080865\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Keine Freiheit ohne (das Gef\u00fchl von) Sicherheit<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level1 tve_no_icons\" data-tag=\"H3\" data-css=\"tve-u-1910dc03fff\" data-element-name=\"Heading Level 2\"><a href=\"#t-1722512080866\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Der Weg nach Innen<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level1 tve_no_icons\" data-tag=\"H3\" data-css=\"tve-u-1910dc03fff\" data-element-name=\"Heading Level 2\"><a href=\"#t-1722512080867\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Kein Einhornglitter, aber eine waschechte Initiation<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level1 tve_no_icons\" data-tag=\"H3\" data-css=\"tve-u-1910dc03fff\" data-element-name=\"Heading Level 2\"><a href=\"#t-1722512080868\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Wann bin ich wirklich frei?<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level1 tve_no_icons\" data-tag=\"H3\" data-css=\"tve-u-1910dc03fff\" data-element-name=\"Heading Level 2\"><a href=\"#t-1722512080869\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Von der Freiheit in den Flow \u2013 und warum das eine Chance ist<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level1 tve_no_icons\" data-tag=\"H3\" data-css=\"tve-u-1910dc03fff\" data-element-name=\"Heading Level 2\"><a href=\"#t-1722512080870\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Freiheit statt Kontrolle!<\/a><\/div><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv-divider tve-vert-divider\" data-style=\"tve_sep-1\" data-color-d=\"rgba(0, 0, 0, 0.24)\" data-css=\"tve-u-1910dc03ff7\" data-style-d=\"tve_sep-3\" data-thickness-d=\"6\"><hr class=\"tve_sep tve_sep-3\" style=\"\"><\/div><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\"><h3 class=\"\" id=\"t-1722512080862\"><strong>Wie dr\u00fcckt man sich aus, wenn die Harmonie \u00fcber allem steht?<\/strong><\/h3><p>Ich bin witzigerweise zum Teil in einem Land aufgewachsen, in dem einem freien Selbstausdruck Grenzen gesetzt sind \u2013 zumindest in der urspr\u00fcnglichen Kultur und aus westlicher Sicht. Japan ist eine kollektivistische Kultur, das hei\u00dft, das Wohl der Gruppe steht \u00fcber dem des Einzelnen. Die Harmonie der Gruppe wird nicht einfach so gest\u00f6rt. Das hei\u00dft, einzelne Bed\u00fcrfnisse, sich auszudr\u00fccken, k\u00f6nnen da schonmal unter den Tisch fallen.<\/p><p>Eine japanische Freundin erz\u00e4hlte mir zum Beispiel mal von ihren Schwierigkeiten damit, den \u00c4rger \u00fcber eine Ungerechtigkeit herunterschlucken zu m\u00fcssen, der ihr in ihrer Firma widerfahren war. Ihr \u00c4rger war aus westlicher und auch japanischer Sicht absolut gerechtfertigt, aber ihr wurde sehr deutlich davon abgeraten, ihn auszudr\u00fccken \u2013 um die Harmonie des Teams nicht zu st\u00f6ren.<\/p><p>Mir selbst ist das auch schon einmal passiert: Ich musste meinen \u00c4rger auf eine Freundin herunterschlucken, weil wir in Thailand in einer Gruppe unterwegs waren und mich eine Thail\u00e4nderin deutlich darauf hinwies, dass ich meinen \u00c4rger im Interesse der Gruppe bitte nicht zeigen d\u00fcrfe. Das hat sich furchtbar angef\u00fchlt. Und lie\u00df nat\u00fcrlich \u00fcberhaupt keine Kl\u00e4rung mit meiner Freundin zu.<\/p><p>Zumal ich ja damals gerade <em>nicht<\/em> der Typ \u201efreier Selbstausdruck\u201c war: ich war alles andere als ein wandelndes Pulverfass, das anderen einfach ungefiltert meine Launen entgegenschleuderte \u2013 meiner Meinung nach war ich also schon wirklich am Limit, dass ich \u00fcberhaupt so viel Wut gesp\u00fcrt habe. Und die wollte ich in dem Moment auch verdammt nochmal ausdr\u00fccken!<\/p><p>\u00dcbrigens will ich damit nicht sagen, dass es irgendwie erstrebenswert ist, ein wandelndes Pulverfass zu sein. Anderen ungefiltert die eigenen Launen entgegenzuschleudern ist f\u00fcr mich auch nicht wirklich Freiheit. Aber dazu komme ich sp\u00e4ter noch.<\/p><p>Unabh\u00e4ngig davon, ob das jetzt richtig oder falsch gewesen w\u00e4re, meiner Wut in dem Moment Ausdruck zu verleihen, war es ja nicht erw\u00fcnscht. Und das f\u00fchlte sich furchtbar an.<\/p><h3 class=\"\" id=\"t-1722512080863\"><strong>Sich anpassen und dazugeh\u00f6ren<\/strong><\/h3><p>Nun habe ich nie in einer japanischen Firma gearbeitet. Aber auch die deutsche Auslandsschule, die ich in meiner Zeit in Japan besucht habe, hatte ihre eigene Kultur. Es hatte ein bisschen was von amerikanischen High-School-Filmen mit den \u201eCoolen\u201c, den \u201eLosern\u201c, dem, was wichtig war. Sportlichkeit und gutes Aussehen zum Beispiel, innere Werte nicht ganz so. Druck und Essst\u00f6rungen waren so verbreitet, dass sogar Experten zu dem Thema aus Deutschland eingeflogen wurden, um Workshops mit allen Klassen zu machen. In so einer kleinen Community, in der jeder jeden kannte und vor allen Dingen auch wusste, was die Eltern machten, herrschte durchaus Konformit\u00e4ts- und Leistungsdruck. Kein Ort, an dem man den freien Selbstausdruck lernt. Oder herausfindet, wer man wirklich ist.<\/p><p>Nat\u00fcrlich hat mich diese Zeit gepr\u00e4gt. Durch diese und andere Pr\u00e4gungen in meiner Kindheit und Jugend habe ich irgendwie verlernt, frei zu sein. Und ehrlicherweise kenne ich wenige Menschen, die sich wirklich innerlich frei f\u00fchlen. Frei davon, irgendwelchen Erwartungen entsprechen zu m\u00fcssen, bestimmte Dinge im Leben erreichen zu m\u00fcssen, ein bestimmtes Aussehen zu haben, oder ein bestimmtes Bankkonto. Irgendeine Sicherheit im Au\u00dfen erreichen zu m\u00fcssen, oder das, was man daf\u00fcr h\u00e4lt. Eine Position vielleicht, eine eigene Wohnung, eine Beziehung. Die Liste ist ja endlos.<\/p><p>Und auch hier m\u00f6chte ich \u00fcberhaupt nicht sagen, dass das alles falsch ist oder man nur frei w\u00e4re, wenn man nichts davon mehr braucht oder erreichen will. Oder v\u00f6llig unabh\u00e4ngig ist davon, was irgendjemand anders m\u00f6chte. Aber wie sehr lassen wir uns von diesen Dingen so eingrenzen, dass wir uns selbst verlieren? Wo machen wir nicht einfach nur mal einen Kompromiss, sondern geben uns gleich ganz auf? Und schlimmer noch: merken das nicht einmal, weil wir v\u00f6llig vergessen haben, wer wir sind und was wir eigentlich wollen?<\/p><h3 class=\"\" id=\"t-1722512080864\"><strong>Wer bin ich und wie f\u00fchlt sich das an?<\/strong><\/h3><p>F\u00fcr mich hat sich diese Selbstaufgabe immer unfrei angef\u00fchlt. Aber ich h\u00e4tte das gar nicht so in Worte fassen k\u00f6nnen. Da war nur so ein Unwohlsein. So ein Gef\u00fchl, wie erstarrt zu sein. Keinen guten Zugang zu meinen Gef\u00fchlen zu haben, geschweige denn, diese ausdr\u00fccken zu k\u00f6nnen. Wenn mich in meinem Psychologiestudium mal jemand gefragt hat, wie es mir geht, habe ich das gar nicht wirklich beantworten k\u00f6nnen. Und Psychologen meinen diese Frage wirklich ernst! \ud83d\ude09Vielleicht zum Gl\u00fcck \u2013 mir ist das damals dann nur aufgefallen, weil es Freunde eben wirklich wissen wollten.<\/p><p>Ich konnte mich also weder ausdr\u00fccken, noch wusste ich, wer ich bin, oder was mir wichtig ist. Das f\u00fchlte sich an, wie in einem ewigen \u201eFreeze\u201c-Zustand gefangen zu sein, wie der sprichw\u00f6rtliche Esel, der zwischen Wasser- und Futtertrog verhungert und verdurstet, weil er nicht wei\u00df, in welche Richtung er rennen soll.<\/p><p>Menschen, die sich mit der Arbeit am Nervensystem auskennen, erkennen jetzt wahrscheinlich sofort, dass dieses Gef\u00fchl sehr viel mit dem Nervensystem zu tun hat und damit, wie sicher man sich generell f\u00fchlt. Ich habe mich mal so gar nicht sicher genug gef\u00fchlt, ich selbst zu sein und - Gott bewahre! - das auch noch allen zu zeigen.<\/p><h3 class=\"\" id=\"t-1722512080865\"><strong>Keine Freiheit ohne (das Gef\u00fchl von) Sicherheit<\/strong><\/h3><p>Sicherheit herzustellen war f\u00fcr mich also sehr wichtig, ohne dass ich das damals wusste. Ich habe viele Jahre lang schrittweise f\u00fcr mich Heilung in Ahnenthemen und -traumata reingebracht, die wie innere Begrenzungen gewirkt haben (zuletzt zum Beispiel auf einem Retreat im M\u00e4rz 2024, \u00fcber das ich <a href=\"https:\/\/dorotheeamelung.com\/remembering-community\/\" target=\"_blank\"><strong><em>hier<\/em><\/strong><\/a><strong><em>&nbsp;<\/em><\/strong>berichtet habe). Durch diese Dinge habe ich mehr innere Sicherheit gewonnen. Und ich habe irgendwann begriffen, dass diese innere Sicherheit Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass ich mit Freiheit \u00fcberhaupt etwas anfangen kann.<\/p><p>Interessant ist, dass ich auch erst viele Jahre sp\u00e4ter verstanden habe, dass es f\u00fcr mich auf meinem Weg um Freiheit ging. Nicht, weil ich irgendwann aufgewacht bin und mir \u00fcberlegt habe, <em>oh, ich habe das Gef\u00fchl, dass ich unfrei bin<\/em>. Sondern weil ich schrittweise im Innern die Sicherheit aufgebaut habe, die ich gebraucht habe, um wieder ein kleines Schrittchen mehr in meine Freiheit zu gehen. Ich habe also in diesen kleinen Schritten immer wieder meine Komfortzone verlassen, und dabei die Erfahrung machen d\u00fcrfen, dass sich das unbeschreiblich befreiend anf\u00fchlt, einfach mal rauszulassen, wie man sich f\u00fchlt oder was man wirklich sagen wollte.<\/p><p>Vielleicht geh\u00f6rte es auch deswegen zu meinem Weg, dass ich in Schule und Studium gern Theater gespielt habe. In andere Rollen schl\u00fcpfen zu d\u00fcrfen gibt einem ja so eine Art \u201esicheren Rahmen\u201c, in dem man sich in diesen Rollen ausprobieren kann. F\u00fcr eine Rolle durfte ich mich mal in eine Art Nervenzusammenbruch hineinsteigern und dann verbal alles kurz und klein hauen. Herrlich!<\/p><p>Nach einer Probe, in der ich mich mal wieder so verausgaben durfte, sagte einer meiner Mitschauspieler leicht geschockt zu mir: \u201eAlso, Doro, das Wort \u201eFotze\u201c aus <em>deinem <\/em>Mund!\u201c Der Kontrast zu meinem Alltagsselbst war nat\u00fcrlich offensichtlich. Das Wort kann ich \u00fcbrigens \u00fcberhaupt nicht leiden und w\u00fcrde es im realen Leben nie benutzen.&nbsp;<\/p><p>Ich habe also immer wieder Dinge gemacht, die au\u00dferhalb meiner Komfortzone waren \u2013 Theater spielen zum Beispiel, Vortr\u00e4ge halten, Gruppen anleiten, ohne Business-Hintergrund bei einem Business Case Contest in Kanada mitmachen, ein Rugby-Training mitmachen, mich selbst\u00e4ndig machen, mich mit dem Thema Spiritualit\u00e4t zeigen, als Erwachsene noch Ballett oder reiten lernen zu wollen. Aber auch mich mit meinen Fehlern zu zeigen. Nicht perfekt sein zu wollen. Oder zuzugeben, wenn ich mir bei irgendetwas wirklich, wirklich Hilfe holen muss. Und auch dieser Blog geh\u00f6rt dazu.<\/p><p>Psychologen w\u00fcrden vielleicht sagen, dass ich eine 1A-Konfrontationstherapie gemacht habe - mit mir selbst. Ich habe mich mit meinen eigenen \u00c4ngsten konfrontiert. Nicht, weil ich irgendwie masochistisch veranlagt bin, und Schmerz und Angst ganz toll finde. Sondern einfach, weil ich Begrenzungen hasse. Mich immer frei f\u00fchlen wollte. Und es hat gewirkt.<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve_image_caption\" data-css=\"tve-u-1910dbb69aa\" style=\"width: 40%;\"><span class=\"tve_image_frame\"><img decoding=\"async\" class=\"tve_image wp-image-2095\" alt=\"\" data-id=\"2095\" width=\"612\" data-init-width=\"2529\" height=\"612\" data-init-height=\"2529\" title=\"Young woman doing yoga\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/dorotheeamelung.com\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/iStock-646520496_.jpg\" data-width=\"612\" data-height=\"612\" data-css=\"tve-u-1910dbbce33\" style=\"aspect-ratio: auto 2529 \/ 2529;\"><\/span><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\"><h3 class=\"\" id=\"t-1722512080866\"><strong>Der Weg nach Innen<\/strong><\/h3><p>Mein etwas \u201eernsthafterer\u201c spiritueller Weg begann dann so ungef\u00e4hr 2012. Wie sich das angef\u00fchlt hat f\u00fcr mich, kannst du gern <a href=\"https:\/\/dorotheeamelung.com\/about\/\" target=\"_blank\"><strong><em>hier<\/em><\/strong><\/a><strong><em>&nbsp;<\/em><\/strong>nachlesen. Auf jeden Fall war es ein einziger Weg heraus aus einem letztlich selbst auferlegten Gef\u00e4ngnis. Und der Weg da hinaus ging bei mir nur \u00fcber den Weg nach Innen, den Weg \u00fcber das Herz. Was meine ich damit? Ich wusste ja nicht, was ich wollte, weil ich so mit dem Au\u00dfen besch\u00e4ftigt war und damit, eine bestimmte Vorstellung von einem gl\u00fccklichen Leben zu erf\u00fcllen, dass ich dar\u00fcber vergessen hatte, das mit meinem Herzen abzukl\u00e4ren und festzustellen, wie ich mich wirklich f\u00fchlte, was ich eigentlich wirklich wollte.<\/p><p>Dazu geh\u00f6rte, dass ich sehr viel ausprobierte \u2013 hier noch ein neues Projekt, ein neues Thema, ein neues Studium angefangen habe (wie das konkret ausgesehen hat, kannst du gern <a href=\"https:\/\/dorotheeamelung.com\/was-ich-frueher-werden-wollte\/\" target=\"_blank\"><strong><em>hier<\/em><\/strong><\/a> nachlesen). Die Trial- und-Error-Strategie war f\u00fcr mich nicht die Schlechteste, denn sie hat mir dabei geholfen, mich damit auseinanderzusetzen, wie sich etwas in der realen Umsetzung wirklich anf\u00fchlt.<\/p><p>Au\u00dferdem habe ich so nicht nur wertvolle Erfahrungen gesammelt, sondern auch Zeit gewonnen, Heilung in mein eigenes System zu bringen und mich selbst weiterzuentwickeln. Die innere Sicherheit herzustellen, die ich gebraucht habe, um letztlich zum Beispiel sagen zu k\u00f6nnen, dass ich jetzt mein eigenes Ding mache. Dass ich keinen weiteren Abschluss, keine neue Ausbildung, kein Zertifikat, keine Sicherheit im Au\u00dfen mehr brauche, um meine Aufgabe hier zu erf\u00fcllen und zum Beispiel transformativ mit meinen Klienten arbeiten zu k\u00f6nnen. Der Weg des geringsten Widerstandes sieht allerdings anders aus.<\/p><h3 class=\"\" id=\"t-1722512080867\"><strong>Kein Einhornglitter, aber eine waschechte Initiation<\/strong><\/h3><p>Ich habe auf meinem Weg au\u00dferdem begonnen, mit spirituellen Lehrern zu arbeiten, die mir sicher nicht einfach nur erz\u00e4hlen was ich h\u00f6ren will, sondern mich bis heute immer wieder herausfordern und mir einen Spiegel vorhalten. Ein spiritueller Weg besteht sicherlich nicht (nur) aus Einhornglitter und Regenbogenw\u00f6lkchen. Das habe ich dann unter anderem Ende 2022 erfahren d\u00fcrfen, als ich gesundheitlich richtig Probleme bekommen habe. In der Zeit war ich k\u00f6rperlich immer wieder so eingeschr\u00e4nkt, dass ich Freiheit f\u00fcr mich neu definieren musste. Gleichzeit war das Bed\u00fcrfnis, mich frei ohne Einschr\u00e4nkungen bewegen zu k\u00f6nnen, und auch frei von irgendwelchen Gesundheits\u00e4ngsten, Schmerzen, Untersuchungen, Arztbesuchen und Befunden sein zu k\u00f6nnen, mein gr\u00f6\u00dfter Motivator \u2013 und mein gr\u00f6\u00dfter Lehrmeister.<\/p><p>Meine spirituelle Lehrerin sagte an einem Punkt zu mir, \u201ethere is an initiation of the mind, and there is an initiation of the body.\u201c [\u201eEs gibt die Initiation des Geistes, und es gibt die Initiation des K\u00f6rpers.\u201c]. Offensichtlich war die Initiation des K\u00f6rpers nun \u201edran\u201c. Es war eine absolute Krise des Vertrauens. Und dieses Vertrauen in meinen Seelenplan durfte ich in dieser Zeit entwickeln, genau wie das Durchhalteverm\u00f6gen, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Wie durch ein Wunder ist am Ende keine der vielen schweren Krankheiten, die im Raum standen, diagnostiziert worden, auch wenn ich einiges an Disziplin entwickeln musste, um einige der Symptome in den Griff zu bekommen. Was daraus aber erwachsen ist, ist eine absolute Begeisterung f\u00fcr meine eigene Fitness und meine Bed\u00fcrfnisse und noch viel mehr Commitment f\u00fcr meinen Weg. Mein Motivator? Nat\u00fcrlich Freiheit.<\/p><p>Gleichzeitig aber auch ist das Gegenteil davon bis heute mein gr\u00f6\u00dfter Lehrmeister. Denn auch ich darf Geduld und Vertrauen lernen, wenn ich mit den kleineren oder gr\u00f6\u00dferen Grenzen im Au\u00dfen und Innen konfrontiert werde \u2013 mit einer versp\u00e4teten Bahn zum Beispiel, oder wenn sich jemand nicht so verh\u00e4lt oder sonst irgendetwas nicht so l\u00e4uft, wie ich mir das vorgestellt habe zum Beispiel. Aber auch wenn ich mit meinen eigenen \u00c4ngsten, Glaubenss\u00e4tzen oder Abh\u00e4ngigkeiten konfrontiert werde.<\/p><p>Es gibt so eine Weisheit, die besagt, dass man erst dann wirklich frei sein kann, wenn man bereit ist, die Kontrolle abzugeben. An wen, fragst du dich jetzt vielleicht. Meiner Meinung nach an mein erweitertes Bewusstsein, meine Seele, Spirit. So ist ein ganz gro\u00dfes Learning f\u00fcr mich nach wie vor, hinzuschauen, wo ich immer wieder noch ein kleiner Kontrollfreak bin. Und wie sehr das jeder Form von Freiheit und Wachstum im Wege steht.<\/p><p>Freiheit ist f\u00fcr mich aber auch kein egoistischer Selbstzweck, kein \u201eIch mache jetzt was ich will und k\u00fcmmere mich nicht um die anderen\u201c, sondern sie hat einen Sinn. N\u00e4mlich, dass ich diese Freiheit dazu nutze, etwas zur\u00fcckzugeben. In meinem Fall an diejenigen, die mit mir arbeiten und sich ebenfalls innere und \u00e4u\u00dfere Freiheit erarbeiten wollen. Auch hier auf diesem Blog so frei von meinem Weg zu plaudern ist definitiv nicht Komfortzone und ich tue es nicht in erster Linie, weil ich mich frei f\u00fchlen will. Sondern weil ich damit diejenigen von euch erreichen will, die vielleicht durch \u00e4hnliche Prozesse gehen und die Mut brauchen, und die Idee davon, nicht alleine auf ihrem Weg zu sein.<\/p><h3 class=\"\" id=\"t-1722512080868\"><strong>Wann bin ich wirklich frei?<\/strong><\/h3><p>Woran merke ich heute, wenn ich wirklich frei bin? Ich merke es dann, wenn ich spontan handeln und sprechen kann, nicht strategisch. Nicht, um zum Beispiel bei jemandem eine Reaktion auszul\u00f6sen, gemocht zu werden oder sonst irgendetwas zu erreichen. Sondern einfach aus dem Flow meines erweiterten Bewusstseins heraus. Ohne die innere Zensur meines Egos, das sich dann fragt: wie kommt das jetzt an, was k\u00f6nnte mein Gegen\u00fcber denken oder machen, wie komme ich dann r\u00fcber?<\/p><p>Hei\u00dft das, ich haue jedem unzensiert meine \"Wahrheit\" um die Ohren ohne R\u00fccksicht auf Verluste? Nein. Das auch wieder nicht. Aber statt durch meinen Ego-Filter (\u201ewas k\u00f6nnte der andere denken?\u201c) geht das, was ich sage heute eher durch meinen \"Herzfilter\". Und der orientiert sich eher an Fragen wie \"Ist es hilfreich, was ich zu sagen habe? Ist es freundlich? Ist es notwendig?\"<\/p><p>Kommen trotzdem manchmal Dinge aus meinem Mund, die mir hinterher leidtun oder mal eine Grenze \u00fcberschreiten? Nat\u00fcrlich! Aber ich bekomme es mit und: I own it! (im besten Fall \ud83d\ude09) Fehler geh\u00f6ren zum freien Selbstausdruck dazu. Und zu jeder Freiheit geh\u00f6rt immer auch Verantwortung. Sonst ist es meiner Meinung nach keine echte Freiheit, da sie diejenige eines anderen einschr\u00e4nkt. Und da wir alle miteinander verbunden sind, k\u00f6nnte das dann auch nicht meine Freiheit sein.<\/p><p>Wenn ich nicht frei bin und folglich zu strategisch rede und handle, gehen so viele Chancen verloren. Ich habe zum Beispiel bemerkt, dass mir die besten Ideen kommen, wenn ich einfach frei und spontan drauflos reden kann \u2013 so komme ich manchmal \u00fcberhaupt erst zu einer L\u00f6sung und rede nicht erst dann, wenn ich die perfekte L\u00f6sung schon gefunden habe. Dazu geh\u00f6rt, dass ich die Angst ablegen muss davor, dass das, was ich sage, nicht schlau oder sinnvoll klingen k\u00f6nnte, unausgegoren ist oder erst einmal in eine Sackgasse f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p><h3 class=\"\" id=\"t-1722512080869\"><strong>Von der Freiheit in den Flow \u2013 und warum das eine Chance ist<\/strong><\/h3><p>Auch passiert es mir oft, dass ich im Flow spontan irgendetwas Ungeplantes sage. Und dieses Ungeplante ist dann manchmal genau das, was mein Gegen\u00fcber weiterbringt. Das wei\u00df ich ja oft erst hinterher, was ein hilfreicher Impuls f\u00fcr jemanden sein kann oder was derjenige wirklich gerade braucht. Mein Ego kann das nicht absehen und alles schon vorher berechnen, mein erweitertes Bewusstsein\/Spirit schon.<\/p><p>Oder es passiert mir, dass ich ganz anders in Kontakt komme mit jemandem. Weil ich spontan ganz unerwartete Seiten von mir zeige oder auch einfach nur spontaner Humor im Flow durchkommt, den man ja auch oft nicht so planen kann. Spontanit\u00e4t ist ja generell eher etwas Emotionales und weniger Verkopftes und Kontrolliertes. So macht mir das Leben dann auch viel mehr Spa\u00df, wenn der Flow durch zu viel Strategie und Kontrolle nicht \"abgew\u00fcrgt\" wird \u2013 und letztlich das authentische Selbst \u201edurchkommen\u201c darf.<\/p><p>\u00dcbrigens ist die Idee vom Flow-Erleben in der Psychologie ziemlich gut erforscht und man wei\u00df, dass er viele total positive Effekte hat, das Ganze mit Kontrolle aber auch sehr wenig zu tun hat. Ich denke, dass Flow sogar eine Art ver\u00e4nderter Bewusstseinszustand ist, da man z.B. wei\u00df, dass sich das Zeiterleben v\u00f6llig ver\u00e4ndern kann. Vielleicht hast du das schonmal erlebt, wenn du so in einer T\u00e4tigkeit aufgegangen bist, dass du dar\u00fcber die Zeit und alles um dich herum v\u00f6llig vergessen hast \u2013 und es pl\u00f6tzlich drau\u00dfen schon dunkel geworden ist und du den ganzen Tag nicht einmal etwas gegessen hast. Das ist Flow. Und ein Zeichen daf\u00fcr, dass du mit deinem wahren Selbst in Kontakt gekommen bist.<\/p><h3 class=\"\" id=\"t-1722512080870\"><strong>Freiheit statt Kontrolle!<\/strong><\/h3><p>Ich glaube, die meisten denken, Freiheit bedeutet, einfach zu machen was man will und wann man es will, ohne R\u00fccksicht auf Verluste. Ich glaube, Freiheit bedeutet viel eher, dem eigenen Ego nicht die Kontrolle zu \u00fcberlassen und stattdessen das eigene wahre Selbst auszudr\u00fccken. Die zu sein, die ich wirklich bin mit meinen Ecken und Kanten. Und ich habe gelernt, dass ich in dem Moment nicht frei bin, wenn mich irgendetwas in meinem nat\u00fcrlichen Flow st\u00f6rt: Wenn mich ein Gedanke davon abh\u00e4lt, etwas zu sagen, was ich eigentlich sagen will. Wenn ich zu strategisch handle. Wenn ich Spontanit\u00e4t nicht mehr zulassen kann, weil irgendwelche Ego-Filter dazwischenkommen, die mir irgendeinen Bullsh*** erz\u00e4hlen, warum ich dieses oder jenes besser nicht tun oder sagen sollte.<\/p><p>Und mein Learning auf meinem spirituellen Weg war, dass diese Freiheit einer meiner gr\u00f6\u00dften Antriebskr\u00e4fte ist. Es motiviert mich so sehr, mich nicht eingesperrt zu f\u00fchlen, dass mich das dazu bringt, Dinge zu tun, die mir eigentlich Angst machen, oder mich \u00dcberwindung kosten w\u00fcrden. Bis heute, denn diese Reise ist ja nicht irgendwann \u201efertig\u201c. Und so ein ganz bisschen glaube ich sogar, dass diese - innere!- Freiheit zu jedem spirituellen Weg geh\u00f6rt. Vielleicht sogar ihr Zweck ist. Wovon hast du dich vielleicht im Leben schon befreit, wann oder wo hast du dieses Freiheitsgef\u00fchl im Leben? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren \u2013 oder mache <a href=\"https:\/\/dorotheeamelung.com\/blogparade-was-ich-auf-meinem-spirituellen-weg-ueber-mich-selbst-gelernt-habe\/\" target=\"_blank\"><strong><em>hier<\/em><\/strong><\/a><strong><em>&nbsp;<\/em><\/strong>noch bei meiner Blogparade zum Thema mit!<\/p><\/div>","tve_custom_css":"@media (min-width: 300px){.tcb-post-list[data-css=\"tve-u-17a5bc75e43\"] .post-wrapper.thrv_wrapper { width: calc(33.3333% - 16.6667px); }.tcb-post-list[data-css=\"tve-u-17a5bc75e43\"] .post-wrapper.thrv_wrapper:nth-child(n+4) { margin-top: 30px !important; }.tcb-post-list[data-css=\"tve-u-17a5bc75e43\"] .post-wrapper.thrv_wrapper:not(:nth-child(n+4)) { margin-top: 0px !important; }.tcb-post-list[data-css=\"tve-u-17a5bc75e43\"] .post-wrapper.thrv_wrapper:not(:nth-child(3n)) { margin-right: 25px !important; }.tcb-post-list[data-css=\"tve-u-17a5bc75e43\"] .post-wrapper.thrv_wrapper:nth-child(3n) { margin-right: 0px !important; }.tcb-post-list[data-css=\"tve-u-17067be2282\"] .post-wrapper.thrv_wrapper { width: calc(100% - 0px); 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